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Hannes Stricker; Von der Höll‘ ins Paradies – Ausflüge statt Fernflüge
Bei Erscheinen seines letzten Wanderführers „Tessin – über Stock und Stein“ wollte Hannes Stricker seiner Fangemeinde weismachen, dass es sein letztes Werk gewesen wäre. Jetzt hat er nicht nur nochmals eine Zugabe geliefert, sondern alle anderen kunstvoll gestalteten Wanderbücher auch noch überboten. So mysteriös der Haupttitel des Neulings ist, so klar ist sein Untertitel ein Bekenntnis zum ökologisch Reisen. Warum mit Fernflügen die Umwelt belasten, da es doch vor unserer Haustüre so viel schützenswerte Natur zu betrachten und bewundern gibt. Der ehemalige Thurgauer Kantonsrat der Grünen und pensionierte Lehrer nimmt uns mit zur Höll' im Thurgauer Tannzapfenland, nach Paradies am Rhein, sowie auf 35 weitere Wanderungen in der Ostschweiz. Die Schönheiten seiner Heimat vermittelt der begnadete Künstler nicht nur mit Aquarellbildern und handgezeichneten Landkarten und Höhenkurven, er weist uns auch einen Platz zu in den offenbar selbst getesteten Bergbeizen und Nachtlagern. Mehr Infos auf www.verlagambach.ch , gebunden, 110 Seiten
Fr. 24.00, 14.12.11
René P. Moor; HIN UND WEG – Eine fussgängerische Annäherung an die Schweiz und ihre Kantone
Nach seinen beiden originellen Wanderbüchern Schritt für Schritt und Gehzeiten überrascht Moor schon wieder mit einem Werk der besonderen Art. Dem Thema bleibt der freischaffende Fussgänger, wie sich René selber charakterisiert, treu: zu Fuss mit offenen Augen und freiem Geist durch die Schweiz. Er besucht alle 26 Kantonshauptorte und wandert von deren Zentrum aus in ihr Umland. Auf jeder Wanderung bringt er ein paar Gedanken in schöner Sprache auf einer Seite zu Papier und jeden Reisebericht dokumentiert er mit je fünf ganzseitigen Schwarz-Weiss-Photographien. So ist ein Kunstwerk entstanden, das nicht nur Wanderer erfreut. In seiner Bescheidenheit hat René P. Moor sein drittes Buch in einer Auflage von 250 Exemplaren im eigenen Verlag herausgegeben. Jedes einzelne Buch ist numeriert und signiert.
Edition Wanderwerk, 184 Seiten, broschiert, www.wanderwerk.ch
Fr. 39.00,
23.11.11
 
Hans-Jörg Bahmüller und Berthold Burckhardt; Der Jakobsweg vom Hochrhein bis Vézelay
Seit Jahren wirkt ein engagiertes deutsch-französisches Autorenkollektiv von Jakobspilgern im Raum Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Elsass, Franche-Comté und Burgund um die Jakobswege nach Le-Puy und Vézelay zu erkunden, markieren und zu beschreiben. Mehrere Titel sind in praktischen Ringbüchlein erschienen, die ausgezeichnete Wegbeschreibungen und viele nützliche Tipps enthalten. Das neueste Werk ist für unser Land besonders nützlich, denn es enthält eine Wegbeschreibung von Waldshut über Rheinfelden, Basel, Héricourt, Gy und Gray nach Vézelay, einem der 4 historischen Ausgangspunkte des Jakobsweges. Der ganze Weg zieht sich über 475 Kilometer hin und ist zusammengefasst in einem praktischen Ringbüchlein von 154 Seiten, das 130 Gramm wiegt. Der Weg ist noch selten begangen; wer einsame Gegenden liebt und nicht in jedem Dorf eine Bar braucht, wird von diesem Weg begeistert sein.
Weitere Informationen findet der interessierte Pilger unter www.occa.de , alle Titel können beim Ultreïa Verlag zum Preis von Fr. 17.00 bezogen werden.
22.9.11

Ingrid Retterath; Via Francigena – von Lausanne nach Rom
4 Jahre nach dem Erscheinen des  ersten Führers des Pilgerweges nach Rom, der viele Fehler aufwies und in der Zwischenzeit auch stark veraltet war, hat der Conrad Stein Verlag in der Reihe Outdoor eine erweiterte, verbesserte und dank günstigem Frankenkurs stark verbilligte neue Wegbeschreibung herausgegeben.  Zur Zeit das Beste auf dem Markt!
Outdoor, 352 Seiten, 300 Gramm
Fr. 24.50
Ausserdem ist für jeden Rom-Pilger die Karte von Monica D'Atti und Franco Cinti La Via Francigena – Cartografia e Gps wärmstens zu empfehlen. Sie deckt den ganzen Weg von Monginevro an der französischen Grenze bis nach Rom im Massstab 1:30000 ab. Diese Karte kostete bisher 44 Franken, dank neuer Bezugsquelle und günstigem Frankenkurs nur noch Fr. 22.00
31.8.11
Stefan Schröder; Zwischen Christentum und Islam – Kulturelle Grenzen in den spätmittelalterlichen Pilgerberichten des Felix Fabri
Die spätmittelalterlichen Reisebeschreibungen über die Wallfahrt nach Jerusalem sind einzigartige Zeugnisse der Kulturbegegnung. Ausführlich berichten die Verfasser über ferne Städte und exotische Länder, detailliert schildern sie die fremdartigen Verhaltensweisen ihrer Bewohner und die ungewohnten Lebensbedingungen. Die Pilgerberichte des Ulmer Dominikaners Felix Fabri gelten dabei als Höhepunkt des Genres. Mit ausserordentlicher Akribie und Detailgenauigkeit hielt er die Erlebnisse seiner Jerusalemwallfahrten 1480 und 1483/84 fest. Neben dem monumentalen, an seine Klosterbrüder gerichteten Evagatorium Terrae Sanctae, Arabiae et Egypti peregrinationem verfasste er für ein Laienpublikum eine deutschsprachige Version, einen geistlichen Pilgerführer und ein gereimtes Pilgerbüchlein. Aus kulturhistorischer Perspektive analysiert Stefan Schröder systematisch die Fremd- und Selbstbilder in den Werken des Felix Fabri und stellt sie durch den Vergleich mit Pilgerberichten des 13. bis 15. Jahrhunderts in einen größeren historischen Kontext. Im Blickpunkt stehen Fabris Strategien zur Vermittlung und Beglaubigung des Gesehenen sowie die Funktionalisierung des Fremden und Anderen zur Konstituierung von Norm- und Wertvorstellungen. Am Beispiel seiner Beschreibungen der Venezianer, Muslime und Juden werden die kulturellen Grenzen und Identitätsvorstellungen in vormodernen Gesellschaften hinterfragt. Anhand des Mittelmeers sowie der Landschaftsdarstellungen Palästinas und Ägyptens geht der Autor Fabris Raumkonzepten nach.
Felix Fabri  wurde ums Jahr 1438 oder 1439 als Neffe des Bürgermeisters Rudolf Stüssi in Zürich geboren, studierte in Basel und wirkte später als Dominikanermönch in Ulm, wo er 1502 starb. Seine Reiseberichte sind im Buchhandel zur Zeit nicht auf Deutsch erhältlich. Eine Leseprobe finden Sie im Netz unter folgendem Link:
http://www.ulm.de/sixcms/media.php/29/Evangatorium.pdf
Das Werk von Stefan Schröder ist als Band 11 in der Reihe „Vorstellungswelten des Mittelalters“ im Akademie Verlag erschienen. Es umfasst 460 Seiten
Fr. 95.00, 15.7.11 


Renate Florl; Jakobswege Schweiz – Von Konstanz, Rorschach und Rankweil nach Genf
Mit diesem neuen Wanderführer aus dem Rother Verlag erhalten die bisher bewährten Produkte aus dem Conrad Stein Verlag (Outdoor) und aus dem AT Verlag (Wanderland Schweiz) ebenbürtige schöne und aktuelle Konkurrenz. Mit Übersichtskarten1:100000, Höhenprofilen, Unterkunftslisten und vielen anderen nützlichen Pilgerinformationen. 215 Seiten, 213 Gramm.
Fr. 23.50, 5.7.11
 
Gregor Sieböck; Der Weltenwanderer - Zu Fuss um die halbe Welt
Die Welt erkunden, ohne ihr als Reisender Schaden zuzufügen ist die Absicht von Gregors einzigartigem "Weltenwanderer"-Projekt. Drei Jahre lang lässt er alles hinter sich, wandert von Österreich nach Santiago und Finisterre, von dort in Begleitung seiner Mutter nach Fatima und Lissabon. Er setzt über nach Patagonien und durchwandert den südamerikanischen Kontinent bis Equador, wo er früher in einem Strassenkinderprojekt gearbeitet hatte. Danach wandert er weite Strecken in den USA, um von dort - mehr als 10000 Wanderkilometer liegen hinter ihm - seine Reise um die Welt zu unterbrechen. Sieböck reist zu einer Umweltkonferenz in Schweden. Nicht ohne schlechtes Gewissen, weil viele mit dem Flugzeug angereist waren, pflanzen die Umweltschützer hunderte von Bäumen, um den Schaden damit zu neutralisieren. Und Gregor Sieböck beschliesst, auf dem zweiten Teil seiner Reise auf solche Verkehrsmittel zu verzichten. In Bad Ischl kauft er ein Zugbillett nach Irkutsk und reist von dort weiter an den Pazifik, per Schiff nach Japan und nach langen Wanderungen auf einem Frachtschiff weiter nach Neuseeland. Auf Maoripfaden durchmisst er beide Inseln unserer Antipoden, um von dort mit Frachtschiff und Eisenbahn in die Heimat zurückzukehren, nicht ohne „zu Hause“ über diesen Begriff zu philosophieren: „Ich verband Heimat nicht nur mit einem bestimmten Ort. Sie konnte überall sein, wo ich mich mit guten Freunden austauschen konnte…“. An interessanten Begegnungen fehlte es ihm in der Tat nie. Schon nach wenigen Tagen begegnete er Martin Vosseler, auf seiner Wanderung von Basel nach Jerusalem und einige Wochen später kreuzte sich sein Weg mit der aus Santiago zurückpilgernden Sonja Zimmermann aus Bern, mit der ich just in jenen Tagen auch ein gemeinsames Abendessen in einer französischen Pilgerherberge kochte.
Malik 2011, Klappenbroschur, illustriert, 304 Seiten
Fr. 23.50
Martin Vosseler; Der Sonne entgegen – zu Fuss von Basel nach Jerusalem für 100% erdverträgliche Energie
Martin Vosseler, Arzt aus Basel, setzt sich seit vielen Jahren für Naturschutz und umweltverträgliche Energie und gegen den Raubbau an unseren natürlichen Ressourcen ein. Vosseler hat sich 1979 von seinem Auto verabschiedet, 1988 wurde er Vegetarier und seit Jahren verzichtet er auf Flüge. Vosseler geht zu Fuss; im Jahre 1999 pilgerte er von Basel nach Santiago de Compostela, 2003 von Basel nach Jerusalem, 2008 quer durch die USA von Los Angeles nach Boston, 2009 kreuz und quer durch die Schweiz. Zur Zeit ist er unterwegs nach Sankt Petersburg.
Erst 7 Jahre nach seiner Wanderung nach Jerusalem ist sein Buch erschienen. Der Weg führt ihn auf dem österreichischen Jakobsweg bis Wien, dann durch Ungarn, Rumänien, Bulgarien, die Türkei und Syrien nach Israel, wo er durch seine Teilnahme am Weihnachtsgottesdienst in Bethlehem die Pilgerreise beschliesst. Seine Reise ist ein Werbezug für die erdverträgliche Sonnenenergie, doch auch ein Reisebericht der besonderen Art. Die Erlebnisse und Strapazen der Reise sind in vielen kurzen Anekdoten zusammengefasst und mit hellen Farben in Aquarellen, ja sogar mit einer CD eigener Videoaufnahmen wiedergegeben. Am Schluss seines wunderschön gestalteten Buches zieht Martin Vosseler eine besinnliche Bilanz: "Die fünfeinhalb Monate dauernde Reise verschwimmt mit der 55 Jahre dauernden Lebensreise, beides Pilgerfahrten, ineinander geschachtelt wie russische Babuschka-Puppen; und ich verspüre tiefe Zuversicht: wir werden lernen mit der Sonne zu leben. Die Menschheitsgeschichte auf diesem einzigartigen Planeten hat ja eben erst begonnen. Sie kann weitergehen, wenn wir den zehn Geboten ein elftes hinzufügen und beachten, das Gebot der Erdgenügsamkeit: „Vermehre das Leben und die Schönheit auf diesem Planeten! Du sollt nicht mehr vom Planeten nehmen, als du wieder zurückgeben kannst oder als nachwächst. Und vor allem: Vergifte nicht Luft, Wasser und Erde!"
Unbedigt lesen!
Emu-Verlag 2010, gebunden mit Schutzumschlag und eigenen Aquarellen illustriert, 182 Seiten
Fr. 41.90
Ebenfalls im Emu-Verlag in ähnlicher Aufmachung vom gleichen Autor 2010 erschienen: Mit Solarboot und Sandalen – leise um die halbe Welt: die erdverträgliche Entdeckung Amerikas
Fr. 45.50
Bernd Lohse; Der Olavsweg - Pilgerführer von Hamar nach Trondheim 
Ein handlicher Pilgerführer für den Weg in Norwegen, 160 Seiten, 155 Gramm
Fr. 20.50
Arthur W. Müller; 81 Tage auf dem Jakobsweg – von Reinach/Basel nach Santiago de Compostela
Mit dem Motto „Zu jedem Ziel führt ein Weg“ bricht Arthur W. Müller von seiner Haustüre aus auf, geht über die Jurakette durch die Franche-Comté ins Rhônetal, wo er bei Chavanay auf den Hauptweg nach Santiago trifft. Nach Moissac verlässt Müller diesen Weg wieder, pilgert über Pau und Oloron Sainte-Marie dem Somport-Pass entgegen, um später in Puente la Reina wieder  in den Camino Francés zu münden. Zwischen Vorwort und Nachwort lässt uns Müller Tag für Tag an seinen Sorgen und Freuden teilhaben und stellt uns einige seiner Begegnungen vor. Ein Tagebuch also wie alle anderen? Nein! Erstens ist kein Reisebericht „wie alle anderen“ und zweitens  gibt es Bücher, die über andere herausragen. Müllers Buch tut das mit Sicherheit mit seiner Fülle an qualitätsvollen Photographien (440 an der Zahl), sowie an einem sorgfältig gestalteten Layout, zwei Vorteile, die die Lektüre des Buches zum Genuss machen.
vita-sana, gebunden, 278 Seiten
Fr. 38.00
Bettina Marten; Der spanische Jakobsweg. Ein Kunst- und Kulturführer
Es gibt verschiedene gute Kunst- und Kulturführer über den spanischen Jakobsweg, doch welcher Pilger wird schon den DuMont Kunst-Reiseführer von Höllhuber und Schäfke (655 gr.), Helmut Domkes Klassiker „Spaniens Norden“ (570 gr.) oder gar die bis zu 3 kg schweren Bildbände von Paolo Caucci von Saucken in seinem Rucksack über die Pyrenäen bis ans Ende der Welt tragen, ohne seine Leidenschaft für die Kunstgeschichte zu bedauern? Bettina Marten schafft es nicht nur, ein Schöpfgefäss an Wissen zu präsentieren, das sich durchaus mit den drei erwähnten Werken vergleichen lässt, sondern dieses auch in Form eines kleinen Büchleins, das 372 Seiten umfasst und lediglich 165 Gramm wiegt, in jeden Pilgerrucksack packen lässt. Nach einer kurzen Einführung sind alle Sehenswürdigkeiten chronologisch dem Weg folgend beschrieben, sowohl vom Ibañeta-Pass aus auf dem Navarresischen Weg als auch vom Somport-Pass aus auf dem Aragonesischen Weg. Achtung: dieser Kulturführer ersetzt keinen Wegführer, der die Herbergen auflistet und den Pilger aufklärt, wo er einkaufen kann, wo der nächste Wasserhahn sprudelt und wo es Pilgermenü oder Pilgermesse gibt, doch diese trägt ja ohnehin jeder Weggefährte in seinem Rucksack. Reclam Verlag, 2011
Fr. 17.50
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